Der Bär und das Wörterglitzern – Agnés de Lestrade & Valeria Docampo

Hej.

Viele von euch wissen ja, dass ich eine dezente Liebe für Kinderbücher habe (sie ist nur ein kleines bisschen geringer, als die Liebe für Füchse). Da ich nun leider nicht mehr im Elementarbereich, sondern in der Krippe arbeite, fallen die Bücher natürlich relativ unspektakulär aus. Zwar haben die ‚Großen‘ jetzt langsam Interesse an längeren Büchern mit mehr Inhalt, aber meist sind es Wimmelbücher oder Tierbücher ohne viel Text. So bleibt der berufliche Nachschub aus und ich verpasse eine Menge.

Die Frankfurter Buchmesse war für mich dieses Jahr deshalb besonders spannend, da ich mich diesen Büchern endlich wieder widmen konnte. Ich schaute mir so viele Kinderbücher und Verlage an, dass ich fast einen meiner Lieblingsverlage verpasst hätte: mixtvision. Und da stand es! ‚Der Bär und das Wörterglitzern‘! Ich liebe die Illustrationen von Valeria Docampo. Ich war schon  für ‚Im Garten der Pusteblume‘ und ‚Die große Wörterfabrik‘ Feuer und Flamme. Seit meinem Geburtstag darf ich nun einen weiteren Schatz in meinem Regal beherbergen 🙂 Lustiger Weise habe ich über die Jahre alle drei Bücher zum Geburtstag bekommen ❤

Ich weiß nicht warum, aber die Illustrationen verzaubern mich immer wieder aufs Neue. Mir gefällt es, wenn nicht alles aalglatt ist und nicht zu comichaft. Das überfordert meine Augen. Ich mag es nicht so gerne knallig, keine harten Linien – ich mag es weich, groß und nicht perfekt. Genau so sind die Illustrationen von Docampo.

Die Geschichte des Buches lädt zum Philosophieren ein und ist nicht einfach zu verstehen. Es ist eine Geschichte, die sehr viel Phantasie bedarf. Wie man sieht ‚glitzern‚ einige Worte in diesem Buch und stechen somit hervor. Der Bär nimmt den Leser mit auf eine Reise durch seine Gefühlswelt und schafft mit den ‚Glitzerworten‚ neue Wortkreationen, die seine Gefühle besser zum Ausdruck bringen sollen.

Leider fehlt mir im Vergleich zu den anderen beiden Büchern die aussagekräftige Botschaft für die jungen Leser, da es ja immer noch ein Kinderbuch ist. In meinen Augen ist es viel zu Abstrakt und eher für Erwachsene wie mich geeignet, die das Buch künstlerisch und inhaltlich wertschätzen können. Und einen größeren Horizont für das Abstrakte haben. Von der Aufmachung reiht es sich nahtlos an die anderen Werke, inhaltlich ist es meines Erachtens zu schwierig für Kinder. Diese werden ’nur‘ Interesse an den Bildern haben, die Geschichte wird ihnen noch lange Zeit ein Rätsel bleiben.

Für mich dennoch wieder ein Schatz, der geliebt im Regal stehen darf ❤

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